Eine Ver­öf­fent­li­chung gemäß Mini­ster­rats­be­schluss vom 5. Juni 2018

Der Mini­ster­rat beschließt nach­fol­gen­den Baye­ri­schen Weg zu einer bür­ger­na­hen und mit­tel­stands­freund­li­chen Anwen­dung des Daten­schutz­rechts, die die Zie­le der Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung sach­ge­recht und mit Augen­maß ver­folgt und damit auch ihre Akzep­tanz in der Bevöl­ke­rung för­dert:

  • Kein Ama­teur­sport­ver­ein, kei­ne Musik­ka­pel­le oder son­sti­ge vor allem durch ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment getra­ge­ne Ver­ei­ne müs­sen einen Daten­schutz­be­auf­trag­ten bestel­len.
  • Bei einem Erst­ver­stoß im Dickicht der Daten­schutz­re­geln dro­hen kei­ne Buß­gel­der; Hin­wei­se und Bera­tung haben Vor­rang vor Sank­tio­nen.
  • Wir wer­den eine Pra­xis von Abmahn­an­wäl­ten, die glau­ben bei Unter­neh­men for­mel­le Daten­schutz­ver­stö­ße rechts­miss­bräuch­lich abmah­nen und abkas­sie­ren zu kön­nen, nicht hin­neh­men.
  • Wir wer­den mit den Betrof­fe­nen wei­te­re Bestim­mun­gen im Daten­schutz­recht iden­ti­fi­zie­ren, bei deren Anwen­dung im Beson­de­ren dar­auf hin­zu­wir­ken ist, dass die Zie­le der Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung sach­ge­recht und mit Augen­maß ver­folgt wer­den.
  • Hier­zu wer­den wir wei­te­re Gesprä­che mit Ver­ei­nen und Mit­tel­ständ­lern anbie­ten.

Quel­le: All­ge­mei­nes Mini­ste­ri­al­blatt