Die Kon­fe­renz der unab­hän­gi­gen Daten­schutz­auf­sichts­be­hör­den des Bun­des und der Län­der (DSK) spricht sich gegen eine Abschaf­fung oder Ver­wäs­se­rung der die Daten­schutz­grund­ver­ord­nung ergän­zen­den natio­na­len Rege­lun­gen der Pflicht zur Benen­nung einer oder eines Daten­schutz­be­auf­trag­ten aus. 

Nach § 38 Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz müs­sen z. B. Unter­neh­men und Ver­ei­ne Daten­schutz­be­auf­trag­te benen­nen, soweit sie in der Regel min­de­stens zehn Per­so­nen stän­dig mit der auto­ma­ti­sier­ten Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten beschäf­ti­gen. Die­se Pflicht hat sich seit vie­len Jah­ren bewährt und ist des­halb auch bei der Daten­schutz­re­form im deut­schen Recht bei­be­hal­ten wor­den. 

Die Daten­schutz­be­auf­trag­ten sor­gen für eine kom­pe­ten­te daten­schutz­recht­li­che Bera­tung, um Daten­schutz­ver­stö­ße schon im Vor­feld zu ver­mei­den und das Sank­ti­ons­ri­si­ko gering zu hal­ten. Dies hat sich ganz beson­ders bei der Umstel­lung auf die Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung bewährt. 

Auch beim Weg­fall der natio­na­len Benen­nungs­pflicht von Daten­schutz­be­auf­trag­ten blei­ben die Pflich­ten des Daten­schutz­rechts bestehen. Ver­ant­wort­li­che ver­lie­ren jedoch inter­ne Bera­te­rin­nen und Bera­ter zu Fra­gen des Daten­schut­zes. Der Weg­fall mag kurz­fri­stig als Ent­la­stung emp­fun­den wer­den. Mit­tel­fri­stig geht inter­ne Kom­pe­tenz ver­lo­ren. 

Eine Auf­wei­chung die­ser Benen­nungs­pflicht, ins­be­son­de­re für klei­ne­re Unter­neh­men und Ver­ei­ne, wird die­se daher nicht ent­la­sten, son­dern ihnen mit­tel­fri­stig scha­den. 

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