E‑Mail ist neben dem World Wide Web ein wich­ti­ger Inter­net­dienst, nicht zuletzt, weil es durch E‑Mails mög­lich ist, Text­nach­rich­ten eben­so wie digi­ta­le Doku­men­te (also z. B. Gra­fi­ken oder Office-Doku­men­te) typi­scher­wei­se in weni­gen Sekun­den rund um die Erde zu sen­den. Ihren Sie­ges­zug trat die E‑Mail bereits in dem Jah­re 1984 an und ihre Beliebt­heit hält trotz diver­ser Mes­sen­ger und Sozia­ler Dien­ste wei­ter an.

Ins­be­son­de­re wenn mit der E‑Mail per­so­nen­be­zo-gene Daten über­mit­telt wer­den (über die ohne­hin vor­han­de­nen Meta­da­ten des Ver­sen­ders hin­aus), exi­stie­ren auch daten­schutz­recht­li­che Anfor­de­run-gen, die ins­be­son­de­re Ver­ant­wort­li­che und Auf­trags­ver­ar­bei­ter beach­ten müs­sen. Sie sind gesetz­lich gehal­ten, die Risi­ken, die sich aus ihren Ver­ar­bei­tun­gen per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten erge­ben, hin­rei-chend zu mindern.

Das betrifft auch Risi­ken, die durch die Über­mitt­lung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten per E‑Mail ent­ste­hen. Der gesetz­lich gebo­te­ne Schutz per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten im Zuge der Über­mitt­lung von E‑Mail-Nach­rich­ten erstreckt sich sowohl auf die per­so­nen­be­zo­ge­nen Inhal­te als auch die Umstän­de der Kom­mu­ni­ka­ti­on, soweit sich aus letz­te­ren Infor­ma­tio­nen über natür­li­che Per­so­nen ablei­ten lassen.

Sowohl Trans­port­ver­schlüs­se­lung als auch Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung min­dern für ihren jewei­li­gen Anwen­dungs­zweck Risi­ken für die Ver­trau­lich­keit und Inte­gri­tät der über­tra­ge­nen per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten. Der Ein­satz von Trans­port­ver­schlüs­se­lung bie­tet ledig­lich einen Basis-Schutz und stellt eine Min­dest­maß­nah­me zur Erfül­lung der gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen dar. Der durch­grei­fend­ste Schutz der Inhalts­da­ten wird hin­ge­gen durch Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung erreicht. Ver­ant­wort­li­che müs­sen bei­de Ver­fah­ren in der Abwä­gung der not-wen­di­gen Maß­nah­men berück­sich­ti­gen. In einer von der Kon­fe­renz der unab­hän­gi­gen Daten­schutz­auf­sichts­be­hör­den des Bun­des und der Län­der mehr­heit­lich ver­ab­schie­de­ten Ori­en­tie­rungs­hil­fe wer­den die Anfor­de­run­gen an die Ver­fah­ren zum Ver­sand und zur Ent­ge­gen­nah­me von E‑Mail-Nach­rich­ten erläutert.

Quel­le: Kon­fe­renz der unab­hän­gi­gen Daten­schutz­auf­sichts­be­hör­den­des Bun­des und der Länder