Apple-Chef Tim Cook hat die Daten­schutz­grund­ver­ord­nung der Euro­päi­schen Uni­on (DS-GVO) als Basis für einen welt­um­span­nen­den Daten­schutz gelobt. »Ich bin ein gro­ßer Fan der DS-GVO. Sie stellt aber noch nicht alles dar, was gemacht wer­den muss«, sag­te er am Sonn­tag in Ber­lin der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. »Wir wür­den es ger­ne sehen, wenn nicht nur die USA, son­dern auch vie­le ande­re Län­der der Füh­rungs­rol­le Euro­pas fol­gen und viel­leicht sogar dar­über hin­aus­ge­hen wür­den.«

Gera­de in Deutsch­land gebe es bei den Bür­gern ein pro­fun­des Wis­sen und ein aus­ge­präg­tes Bewusst­sein für den Schutz der Pri­vat­sphä­re, das nicht in allen Tei­len der Welt exi­stie­re, sag­te Cook – auch weil die Deut­schen ihrer Geschich­te »eini­ge der schänd­lich­sten Din­ge gese­hen haben, die pas­sie­ren kön­nen«.

Der Weg zu einem bes­se­ren Daten­schutz sei wie eine Rei­se, sag­te Cook. »Ich weiß nicht, wie lan­ge die dau­ern wird.« Die Men­schen erleb­ten aber fast jeden Tag Ver­let­zun­gen ihrer Pri­vat­sphä­re. »Die Men­schen sind dann schockiert über eini­ge der Din­ge, die pas­sie­ren.« Des­halb wer­de sich die Welt als Gan­zes in Rich­tung Daten­schutz bewe­gen. »Sie erken­nen das viel­leicht nicht so schnell, wie ich es möch­te, aber sie wer­den die schreck­li­chen Fol­gen erken­nen und Maß­nah­men ergrei­fen.«

Der Chef des iPho­ne-Kon­zerns wird am Mitt­woch in Brüs­sel auf der 40. Inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz der Daten­schutz­be­auf­trag­ten auf­tre­ten, um dort eine Key­note-Anspra­che zu hal­ten.